Oh, die Hotelbranche in Ho-Chi-Minh-Stadt ist ein wahrhaft spannendes Thema! Wenn man sich die bunten Bilder der Insel Con Dao ins Gedächtnis ruft, kommen direkt die internationalen Touristen in den Sinn, die diese Perle Vietnams erkunden. Doch hinter den Kulissen gibt es eine andere, weniger glanzvolle Realität. Vo Ngoc Diep, die Leiterin der Abteilung für Tourismusunterkunftsmanagement, hat auf die wachsenden Herausforderungen in der Stadt hingewiesen. Mit mehr als 4.809 Beherbergungsbetrieben und rund 106.000 Zimmern sind die Zahlen beeindruckend, doch das Personal wird immer knapper.

In der Tat, die Stadt beschäftigt zwischen 120.000 und 125.000 Mitarbeiter – und das ist nicht genug! Erschreckende 36 % der Belegschaft haben entweder keine formale Ausbildung oder nur eine Grundausbildung. Wo sind die gut ausgebildeten Führungskräfte? Mangelnde Fremdsprachenkenntnisse und digitale Fähigkeiten sind ebenfalls ein großes Problem. Das Ziel ist hoch gesteckt: Bis 2030 sollen 20 Millionen internationale und 67 Millionen inländische Touristen angezogen werden. Dazu braucht es nicht nur eine Menge neues Personal, sondern auch 197.000 bis 210.000 neue Hotelzimmer! Die Herausforderungen scheinen schier unüberwindbar.

Personalengpässe und Ausbildungslücken

Die Umfrage von Hoteljob.vn zeigt, dass 89,7 % der Betriebe unter einem massiven Personalmangel leiden. Besonders betroffen sind die Bereiche Housekeeping, Technik und Gastronomie. Ein weiteres Problem: 79,5 % der Betriebe glauben, dass weniger als 20 % der jungen Bewerber sofort einsatzbereit sind. Eine 1- bis 2-monatige Umschulung ist für 84,6 % der Betriebe notwendig. Die hohe Fluktuationsrate von 18,9 % im Durchschnitt und sogar 22,4 % im 4-Sterne-Sektor ist alarmierend. Gründe dafür sind oft die niedrigen Einkommen und fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten.

Das ist nicht nur ein Problem der Anzahl, sondern vor allem der Qualität. Arbeitnehmer müssen sich ständig weiterbilden – lebenslanges Lernen ist das Stichwort! Die Ausbildungsmaßnahmen sind längst nicht mehr zeitgemäß. Die Stadt plant, die Ausbildung an die praktischen Bedürfnisse anzupassen, um eine hochqualifizierte Hotelbelegschaft aufzubauen. Das klingt nach einem notwendigen Schritt, um mit den Anforderungen des Marktes Schritt zu halten.

Ein Blick in die Zukunft

Vietnam hat sich viel vorgenommen. Der Tourismussektor soll bis 2030 10-12 % des BIP direkt beitragen und Ho-Chi-Minh-Stadt will ein wichtiges Wachstumszentrum sein. Die Stadt rechnet für dieses Jahr mit 10-11 Millionen internationalen Besuchern. Die Prognosen sind optimistisch: 20 Millionen internationale und 67 Millionen inländische Touristen bis 2030, mit Einnahmen von über 684 Billionen VND (26,4 Milliarden USD). Das bedeutet, dass der Unterkunftssektor schätzungsweise 190.000 bis 250.000 neue Arbeitnehmer braucht. Was für ein Mammutprojekt!

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Um diese Herausforderungen zu bewältigen, gibt es verschiedene Lösungsansätze. Dr. Ngo Trung Ha schlägt vor, bestehende Standards zu integrieren, anstatt neue Systeme zu schaffen. Das könnte helfen, die Lücken in den Qualifikationen der Arbeitnehmer zu schließen. Auch die Integration von digitalen Tools und Technologien wird immer wichtiger. Die Branche verändert sich schnell, und Arbeitnehmer müssen sich anpassen, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden.

Der Weg zur nachhaltigen Entwicklung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Nachhaltigkeit. Vietnam plant, den Tourismus bis zur Internationalen Tourismusmesse 2025 neu zu gestalten, mit einem klaren Fokus auf umweltfreundliche und sozial verantwortliche Angebote. Stellvertretender Premierminister Mai Van Chinh spricht von der Notwendigkeit eines neuen Entwicklungsplans und einer Änderung der Denkweise. Ho-Chi-Minh-Stadt strebt an, eine der 100 lebenswertesten Städte der Welt zu werden. Digitale und grüne Transformation sind zentrale Elemente für eine nachhaltige Zukunft im Tourismussektor.

Die Herausforderungen sind also zahlreich, aber die Möglichkeiten sind ebenso groß. In einer sich ständig verändernden Welt ist es entscheidend, dass die Hotelbranche in Ho-Chi-Minh-Stadt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Arbeitskräfte im Auge behält. Die Zukunft des Tourismus sieht spannend aus, und wir dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln werden!