Heute ist der 14.10.2026 und die Wintersaison steht vor der Tür. Ein Blick auf die österreichischen Hotels zeigt, dass die Branche mit gemischten Gefühlen in diese Zeit startet. Auf der einen Seite erwarten die Hotels stabile Übernachtungszahlen, was ja schon mal ein positiver Aspekt ist! Aber die Realität sieht düster aus, wenn es um die Betriebsergebnisse geht. Diese sollen um 1,3 Prozent sinken, während der nominale Umsatz lediglich um 1,2 Prozent steigen soll. Irgendwie eine merkwürdige Rechnung, oder?

Die Herausforderung, vor der viele Betriebe stehen, ist die Weitergabe der gestiegenen Kosten an die Gäste. Neun von zehn Hotels geben an, dass sie diese Kosten nicht oder nur teilweise weitergeben können. Besonders bemerkenswert ist, dass 22 Prozent von ihnen sogar vollständig darauf verzichten. Na ja, das hat wahrscheinlich auch mit der Angst vor einem Rückgang der Gästeausgaben zu tun. Denn 62 Prozent der Befragten rechnen mit zurückhaltenderen Ausgaben ihrer Gäste. Das könnte bedeuten, dass die Leute weniger für Zusatzleistungen ausgeben und kürzere Aufenthalte planen. Wer weiß, vielleicht sind die Zeiten des sorglosen Reisens vorbei – zumindest vorübergehend.

Belastungen und Perspektiven

Die Situation wird dadurch nicht einfacher, dass die Kosten stärker steigen als der Umsatz. Und das, obwohl das WIFO für die kommenden Jahre eine moderate Wertschöpfung in der Beherbergung und Gastronomie prognostiziert. Ein Plus von 0,6 Prozent in 2026 und 1,1 Prozent in 2027 klingt ja nett, aber das könnte nicht ausreichen, um die Kosten für die Beschäftigung zu decken. Es ist kein Geheimnis, dass 88 Prozent der Betriebe die Beschäftigungskosten als größten Belastungsfaktor nennen. Gleichzeitig sind 69 Prozent auf der Suche nach neuen Mitarbeitern – ein echtes Dilemma.

Ein weiteres großes Thema sind die Investitionen. 40 Prozent der Hotels reduzieren diese, was nicht so gut für die Zukunft ist. Die ÖHV fordert daher eine Senkung der Lohnnebenkosten und einen leichteren Zugang zu Investitionsfinanzierungen. Schließlich wollen wir ja, dass die Branche nicht nur überlebt, sondern auch gedeiht. Aber wie soll das gehen, wenn 42 Prozent der Betriebe von einem erschwerten Zugang zu Krediten berichten? Das klingt alles nach einer sehr komplizierten Gleichung, die dringend gelöst werden muss.

Bürokratische Hürden und der Weg nach vorn

Ein weiterer Punkt, der nicht übersehen werden sollte, sind die bürokratischen Anforderungen. 56 Prozent der Hotels empfinden diese als Belastung. Die ÖHV hat einen Katalog von Vorschlägen zum Bürokratieabbau vorgelegt, und einige Maßnahmen sind bereits in Arbeit. Aber man fragt sich: Wie lange dauert es, bis diese Entlastungen bei den Betrieben ankommen? Die Zeit drängt, denn die Wintersaison steht vor der Tür und die Herausforderungen sind groß.

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Die Aussichten für den Reiseverkehr scheinen dagegen auf den ersten Blick positiv zu sein. Ein nominaler Anstieg der Reiseverkehrsexporte um 7,3 Prozent auf 24,26 Milliarden Euro im Jahr 2026 klingt verlockend. Aber wird das ausreichen, um die Belastungen der Hotels zu mildern? Das bleibt abzuwarten. Es ist klar, dass die Branche mehr denn je zusammenhalten und kreative Lösungen finden muss, um durch diese unsicheren Zeiten zu navigieren. Und vielleicht, nur vielleicht, wird die Wintersaison trotz aller Hürden doch noch ein Erfolg – oder zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.