Schweizer Hotellerie feiert Rekorde und meistert Herausforderungen
Heute ist der 14.06.2026 und während sich die Temperaturen langsam in die Höhe schrauben, gibt es in der Schweizer Hotellerie ordentlich Grund zur Freude! Die Sommersaison 2025 hat mit insgesamt 25,1 Millionen Übernachtungen in der Schweiz einen neuen Rekord aufgestellt. Das ist ein Anstieg von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und das Beste daran? Endlich wurde auch die 25-Millionen-Grenze durchbrochen! Wenn das nicht Grund genug zum Feiern ist!
Besonders erfreulich ist, dass die ausländischen Gäste mit 13,4 Millionen Übernachtungen auch ihren Beitrag geleistet haben – ein Plus von 2,4 Prozent, angeführt von den Amerikanern, die mit 3,1 Millionen Übernachtungen einen neuen Rekord aufgestellt haben. Aber auch die inländischen Reisenden haben mit 11,7 Millionen Übernachtungen kräftig zugeschlagen – ein Zuwachs von 2,8 Prozent. Bravo, Schweiz!
Die Herausforderungen und Trends im Tourismus
Doch so ganz unbeschwert ist die Stimmung nicht. Für 2026 wird eine Stabilisierung oder gar ein leichter Rückgang der Logiernächte prognostiziert. Geopolitische Krisen, steigende Kosten und schwächere Fernmärkte machen dem Tourismus zu schaffen. Während die Nachfrage aus dem Inland stabil bleibt, gibt es Sorgenfalten wegen der rückläufigen Gästezahlen aus Asien. Besonders der Nahostkonflikt wirkt sich negativ auf die Buchungen aus – vor allem in städtischen Betrieben. Im April 2026 gab’s sogar einen Rückgang von 5,7 Prozent bei den Übernachtungen aus dem Ausland. Die DACH-Region hingegen zeigt sich stabil, und Nordamerika bleibt ebenfalls ein sicherer Hafen für die Schweizer Hotellerie. Die Premiumhotellerie erholt sich schneller als die günstigeren Betriebe, was ein interessantes Bild im Markt zeichnet.
Ein Trend, der nicht zu übersehen ist: Alternativen wie Campingplätze und Ferienwohnungen boomen. Die Menschen suchen nach neuen Erlebnissen, und das wird schnell deutlich. Ein weiterer Lichtblick sind die SAC-Hütten, die im Hüttenjahr 2025 insgesamt 409.000 Übernachtungen verzeichneten – ein Anstieg von 12,7 Prozent! Das ist auch dem Sommer geschuldet, wo 319.000 Übernachtungen stattfanden. Die Walliser Alpen waren die Spitze des Eisbergs mit 119.721 Übernachtungen, gefolgt von den Bündner und Berner Alpen. Die Lämmerenhütte SAC hat sogar 10.053 Übernachtungen erreicht und steht damit ganz oben auf der Liste der meistfrequentierten Hütten. Einfach beeindruckend!
Klimawandel und seine Herausforderungen
Trotz dieser positiven Entwicklungen stehen die SAC-Hütten vor Herausforderungen. Tauender Permafrost, extreme Wetterlagen und eine anspruchsvolle Wasserversorgung machen den Betrieb nicht einfacher. Und das Thema Klimawandel? Das beschäftigt auch den SAC, der bis 2040 mit jährlichen Ausgaben von 20 bis 25 Millionen Franken für Hüttenbauprojekte rechnet. Rund ein Drittel dieser Ausgaben fließt in Anpassungen, die aufgrund der klimatischen Veränderungen notwendig sind. Man fragt sich, wie der Hüttenbetrieb in den kommenden Jahren aussehen wird, wenn die Rahmenbedingungen so komplex bleiben.
Doch das Buchungsverhalten wird auch zunehmend unberechenbarer. Viele Reservierungen werden nicht wahrgenommen, was die Planung für die Hüttenbetreiber erschwert. Die Nachfrage nach Berg- und Hüttenerlebnissen bleibt zwar hoch, besonders bei Familien und jüngeren Gästen, aber die Unsicherheiten könnten bald zum Stolperstein werden.
Insgesamt zeigt sich, dass die Schweizer Hotellerie und der Tourismus in den Bergen eine spannende, aber auch herausfordernde Zeit erleben. Die Mischung aus Rekorden und Herausforderungen macht die Branche lebendig – und wir sind gespannt, wie sich die Situation weiterentwickelt. Wer weiß, vielleicht wird der nächste Sommer ja wieder ein Rekordsommer!
