Schweizer Hotellerie zwischen Krise und Chance: Ein Umbruch im Tourismus
Heute ist der 9.05.2026, und die Hotelbranche in der Schweiz steht vor großen Herausforderungen. Der Iran-Krieg, der seit Ende Februar tobt, hat weitreichende Auswirkungen auf den Tourismus. Im März 2023 mussten die Hotels einen Rückgang der Übernachtungen um 5,2 % hinnehmen. Das ist eine Zahl, die nicht nur in den Bilanzen der Hotels schmerzt, sondern auch die Stimmung der Branche drückt. Thomas Wüthrich, der Direktor von Zürich Tourismus, spricht von einer spürbaren Zurückhaltung bei den Buchungen. Viele Reisende, insbesondere aus dem Mittleren Osten und Teilen Asiens, stornieren ihre Reisen oder buchen sie kurzfristig. Das hat für viele Hotels existenzielle Folgen.
Besonders betroffen sind die beliebten Reisezeiten im April und Mai. Normalerweise wäre dies die Zeit, in der Gäste aus dem arabischen Raum und anderen Regionen wie China und Indien die Schweiz besuchen, doch die Buchungen bleiben aus oder werden annulliert. In Zürich etwa verzeichnete die Tourismusregion im März einen Rückgang der Logiernächte um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Selbst die sonst so beliebten Instagram-Hotspots wie Iseltwald spüren die Auswirkungen, da Gruppenreservierungen häufig storniert werden.
