Sturm im Hotelbusiness: Preissteigerungen und sinkende Margen fordern kreative Lösungen
Heute ist der 15.09.2026 und die Lage in der Hotelbranche bleibt angespannt. Der SELECT Hotel Operator Monitor 2026 zeigt deutlich, dass der wirtschaftliche Druck auf Hotelbetreiber unvermindert anhält. Ein erschreckendes Bild wird dabei sichtbar: 83% der befragten Betreiber haben bereits Preissteigerungen umgesetzt oder planen dies so schnell wie möglich. Doch diese Maßnahmen scheinen nur ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein, denn 52% berichten von sinkenden operativen Margen. Auch die Liquidität scheint vielerorts ein heißes Eisen zu sein – 46% der Betreiber verzeichnen einen rückläufigen operativen Cashflow. Das ist schon ein ganz schöner Hammer!
Die Umfrage, die zwischen April und Juni 2026 unter 51 Hotelbetreibergesellschaften im DACH-Raum durchgeführt wurde, repräsentiert mehr als 1.100 Hotels mit rund 155.000 Zimmern. Unter den Teilnehmern sind auch 28 Betreiber, die mehr als zehn Hotels führen und 25, die über 1.000 Zimmer unter ihrer Obhut haben. Trotz der Preiserhöhungen, die nicht einmal ansatzweise den wirtschaftlichen Druck ausgleichen können, ist die Lage angespannt. 2024 planten 38% der Betreiber Preiserhöhungen, 2025 waren es bereits 76%, und nun sind wir im Jahr 2026, wo es bereits 83% sind. Ein Trend, der sich besorgniserregend fortsetzt.
RevPAR und Auslastung – eine gemischte Bilanz
Ein weiteres interessantes, aber auch besorgniserregendes Detail: 9 von 47 Betreibern berichten von stagnierendem RevPAR seit Anfang 2024. Das ist nicht gerade das, was man sich als Betreiber wünscht. Auf der anderen Seite verzeichnen 22 Betreiber einen RevPAR-Anstieg zwischen 1 und 5%. Eine kleine positive Note in einem ansonsten trüben Bild. Bei der Auslastung sieht es ähnlich durchwachsen aus: 17 von 48 Betreibern haben gesunkene Auslastung, während 14 von ihnen eine gestiegene Auslastung melden. Das ist schon irgendwie ein Spiel mit dem Feuer, nicht wahr?
Die operative Margen sind zudem ein heißes Thema. 26 von 50 Unternehmen melden sinkende operative Margen. Das ist nicht nur eine Zahl; das sind Menschen, die hinter diesen Statistiken stehen, die kämpfen, um ihr Geschäft am Laufen zu halten. 66% der Betreiber erwarten Pachterhöhungen oder haben diese bereits erhalten. Das ist ein weiterer Schlag ins Kontor! Zudem haben 14 von 47 Betreibern eine Pachtbelastung von über 25% des Umsatzes. Wenn man so darüber nachdenkt, wird einem schon ganz schwindelig.
Investitionen und Zukunftsperspektiven
Wie sieht es mit den Investitionen aus? Hier wird zunehmend der Fokus auf den Bestandserhalt gelegt. 86% der Betreiber nennen Ersatzinvestitionen als Schwerpunkt für 2026. Das spricht Bände über die aktuelle Stimmung in der Branche. Interessanterweise sinkt der Anteil der Betreiber, die ESG/Nachhaltigkeit als Investitionsschwerpunkt angeben, von 37% auf 30%. Man könnte sagen, die Prioritäten verschieben sich. Investitionen in „Look and Feel“, Zimmer und Haustechnik stehen ganz oben auf der Agenda. Und ja, die Liquidität und der Ergebnisdruck sind mit 17 Nennungen das größte Investitionshemmnis. Es bleibt also spannend…
Ein weiterer Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist: 32% der Betreiber beschäftigen sich mit Restrukturierungsmaßnahmen. Das klingt nach einem strategischen Manöver, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken. 16% planen Markenwechsel oder Franchise-Umstellungen. Auch hier zeigt sich, dass die Branche bereit ist, sich neu zu orientieren. Dennoch planen 52% keine strukturellen Maßnahmen – ein Zeichen der Unsicherheit oder der Hoffnung, dass sich die Dinge vielleicht doch wieder zum Besseren wenden?
Insgesamt zeigt der SELECT Hotel Operator Monitor, dass die Herausforderungen für Hotelbetreiber zahlreich sind. Die Kombination aus steigenden Preisen, sinkenden Margen und einem wechselhaften Markt verlangt nach kreativen Lösungen und einer robusten Strategie. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Branche diesen Sturm überstehen kann oder ob wir einen grundlegenden Wandel in der Hotellandschaft erleben werden.
