Zukunft der Hotellerie: Kooperationen als Schlüssel zur Bewältigung von Fachkräftemangel und Gästeerwartungen
Am 15. Oktober 2026 schauen wir auf die Hotellerie, Gastronomie und den Tourismus, und was uns der Hospitality Summit 2026 in Bern so alles auf den Tisch gelegt hat. Die Teilnehmer waren sich einig: Die Zukunft der Branche hängt stark von Kooperationen und regionaler Zusammenarbeit ab. Wenn ich ehrlich bin, klingt das nach einem Aufruf zur Solidarität, und das kann in Zeiten wie diesen nicht schaden!
Die Herausforderungen, vor denen viele Betriebe stehen, sind vielfältig. Fachkräftemangel und hohe Fluktuation sind nach wie vor ein großes Thema. Qualifizierte Mitarbeitende? Fehlanzeige! Viele Angestellte wechseln wie das Wetter – sie gehen in andere Branchen oder machen einfach einen Rückzieher. Die Folgen sind natürlich gravierend: Höhere Rekrutierungskosten, Wissensverlust und die ständige Überlastung der verbleibenden Teams sind nur einige der Probleme, die sich daraus ergeben. Manchmal hat man das Gefühl, die Branche steckt in einem Teufelskreis.
Gästeerwartungen im Wandel
Doch es geht nicht nur um Personal. Auch die Erwartungen der Gäste haben sich gewaltig verändert. Die Zeiten, in denen man nur für eine Übernachtung oder ein einfaches Essen kam, scheinen vorbei zu sein. Heutzutage suchen die Leute nach echten Erlebnissen, nach Authentizität und einer tiefen regionalen Verankerung. Die Betriebe sind gefordert, ihre Angebote regelmäßig zu überdenken und auf die Wünsche der Gäste einzugehen. Individuelle Angebote und nachhaltige Konzepte sind gefragter denn je – der Gast von heute will mehr als nur ein Bett und ein Frühstück!
Und dann gibt es da noch diese Unsicherheiten durch externe Einflüsse. Neue Wohngebiete, veränderte Besucherströme und zusätzliche Angebote bringen sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich. Krisen, geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten haben das Reiseverhalten der Menschen massiv beeinflusst. Die Frage, die sich viele Betriebe stellen, lautet: Wie können wir uns von diesen externen Einflüssen abkapseln und gleichzeitig relevante Angebote schaffen, die auch in stürmischen Zeiten Bestand haben?
Gemeinsam stark
Hier kommen die regionalen Netzwerke ins Spiel. Sie bieten eine Plattform für Hotellerie, Gastronomie, Kulturinstitutionen und Freizeitanbieter, um sich zu vernetzen. Gemeinsam können sie neue Angebote entwickeln und das Profil ihrer Region stärken. In Zeiten des Wandels kann man Entwicklungen frühzeitig erkennen und gemeinsame Projekte ins Leben rufen. Das klingt nicht nur nach einer guten Idee, sondern könnte auch der Schlüssel sein, um die Herausforderungen gemeinsam zu meistern.
Ein weiterer Aspekt, der immer mehr Beachtung findet, ist die gemeinsame Nutzung von Personalressourcen. Regionale Ressourcenpools könnten eine Lösung für das Problem des Fachkräftemangels bieten. Mitarbeitende, die saisonal oder situationsabhängig in mehreren Betrieben eingesetzt werden, könnten nicht nur für mehr Flexibilität sorgen, sondern auch die Attraktivität der Arbeitsbedingungen steigern. Klare Absprachen sind hier das A und O – sonst könnte es schnell zu Missverständnissen kommen.
Gemeinsame Dienstleistungen
Und was ist mit den gemeinsamen Dienstleistungen und Infrastrukturen? Aufgaben in Marketing, Einkauf, IT oder Administration können ebenfalls gemeinsam organisiert werden. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern erhöht auch die Professionalität. Insbesondere für kleine und mittlere Betriebe sind Shared-Service-Modelle eine vielversprechende Perspektive. Wenn Unternehmen, Gemeinden und touristische Akteure zusammenarbeiten, können Ressourcen gezielter eingesetzt werden. Das könnte ein echter Game-Changer sein!
Eine tragfähige Strategie muss also die Positionierung eines Betriebs mit den Marktchancen und Entwicklungsmöglichkeiten der Region verbinden. In diesem Kontext unterstützt die APP Unternehmensberatung AG, ein unabhängiges Schweizer Beratungsunternehmen mit über 100 Expert:innen, Betriebe bei der Strategieentwicklung und der Identifikation von Marktchancen. Sie sind seit fast 50 Jahren in der Branche tätig und bieten Unterstützung in Bereichen wie Strategie, Unternehmensführung, Organisation und Change-Management. Wer hier nicht mitzieht, könnte schnell ins Hintertreffen geraten.
Der Fachkräftemangel ist ein Thema, das uns wohl noch eine Weile begleiten wird. Schon vor der Corona-Pandemie hatten viele deutsche Gastronomiebetriebe Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeitende zu finden. Die Situation hat sich seitdem noch verschärft. Besonders belastend ist das für die Branche, denn Berufe wie Koch oder Restaurantfachmann sind laut Umfragen unter den unbeliebtesten Ausbildungsberufen. Das Bild wird durch unregelmäßige Arbeitszeiten, Überstunden und vergleichsweise niedrige Löhne nicht besser. Hier muss dringend etwas geschehen!
Eine neue Arbeitskultur, die auf Resonanz setzt, könnte der Schlüssel zur Verbesserung der Arbeitgeberattraktivität sein. Die Idee dahinter? Eine Gastfreundschaft, die über das Geschäftliche hinausgeht, und eine Arbeitskultur, die die Bedürfnisse der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt stellt. Wenn die Branche es schafft, diesen Wandel zu vollziehen, könnte das die Zufriedenheit und Offenheit der Beschäftigten fördern – und das wirkt sich letztlich auch auf die Gäste aus.
