Heute ist der 11.09.2026, und die MHP Hotel AG hat vorläufige Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht, die aufhorchen lassen. Ein Umsatzsprung um satte 25,1 Prozent auf 99,3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr – das sind erfreuliche Nachrichten für die Hotellerie! Die Einbeziehung des erst kürzlich übernommenen Conrad Hamburg und die Konsolidierung des Hyatt Regency Vienna, das im Februar 2026 übernommen wurde, haben maßgeblich zu diesem Wachstum beigetragen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Zahlen entwickeln, besonders in einem Markt, der sich ständig wandelt.

Der Hotelumsatz insgesamt stieg sogar um 25,3 Prozent auf 98,4 Millionen Euro, während der Logis-Umsatz um 21,8 Prozent auf 73,2 Millionen Euro zulegte. Dennoch gibt es auch Schattenseiten: Die Belegungsquote lag bei 72,0 Prozent und ist damit leicht unter dem Vorjahreswert von 73,5 Prozent. Auch die durchschnittliche Zimmerrate ist gefallen, von 222 Euro auf 219 Euro. Das lässt einen schon ein wenig nachdenklich werden, besonders wenn man die Rückgänge bei den Übernachtungen in Städten wie München im Hinterkopf hat, wo die Zahlen um 15,9 Prozent sanken.

Ein Blick auf die Herausforderungen

Die geopolitischen Spannungen im Nahen und Mittleren Osten haben die Nachfrage aus den arabischen Golfstaaten merklich gedrückt, insbesondere in München. Hier sank die Gästezahl um 20,7 Prozent. Das ist schon ein ziemlicher Einschnitt für die Hoteliers, die sich gerade nach der Pandemie wieder auf eine Erholung eingestellt hatten. Und dann sind da noch die globalen Energiekosten, die den Druck auf die operative Marge erhöhen – insbesondere in den Bereichen Tagungen und Gastronomie. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Das operative EBITDA für das erste Halbjahr 2026 beträgt 0,2 Millionen Euro – im Vergleich zu 2,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Rückgang ist hauptsächlich einem Einmaleffekt geschuldet: Ein Eigentümerzuschuss von 4,0 Millionen Euro für das Conrad Hamburg im Vorjahr hat die Zahlen verzerrt. Bereinigt um diesen Effekt, hat sich das operative Ergebnis um rund 1,9 Millionen Euro verbessert. Das ist zwar ein Lichtblick, aber dennoch bleibt viel zu tun.

Prognosen und Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2026 hat MHP die Prognose angepasst. Man rechnet nun mit einem Konzernumsatz zwischen 220 und 225 Millionen Euro, während das EBITDA auf rund 8 Millionen Euro geschätzt wird. Das ist eine Herausforderung, die bewältigt werden muss, insbesondere wenn man bedenkt, dass zusätzliche Wachstumsimpulse ab Januar 2027 durch die Übernahme des Austria Trend Hotel Savoyen Vienna zu erwarten sind. Nach einer Modernisierung wird dieses Hotel unter der Marke Sheraton fortgeführt – ein Schritt, der frischen Wind in das Portfolio bringen könnte.

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Schaut man auf den deutschen Hotelimmobilienmarkt insgesamt, sieht es trotz rückläufiger Zahlen im ersten Quartal 2026 recht positiv aus. 2025 verzeichnete der Markt ein Volumen von 66,1 Milliarden Euro, dem höchsten seit Beginn der Pandemie. Neue Hotelkapazitäten und eine robuste touristische Nachfrage zeigen, dass es weiter aufwärts gehen kann. Bereits 2025 wurden fast 10.000 neue Hotelzimmer in das investmentrelevante Segment aufgenommen. Das lässt hoffen, dass sich auch die MHP Hotel AG auf diesem Trend mit ihren Plänen für Mooons Frankfurt (Eröffnung 2029) und Sheraton Vienna (ab Anfang 2027) gut positionieren kann.

So bleibt die Hotellerie ein spannendes Feld, auf dem MHP Hotel AG trotz aller Herausforderungen mit einer klaren Vision in die Zukunft blickt. Die kommenden Monate werden zeigen, wie gut sich das Unternehmen anpassen kann, um den dynamischen Marktbedingungen gerecht zu werden.