Airbnb-Markt in Südtirol wächst um 20 Prozent: HGV fordert strengere Kontrollen und leistbaren Wohnraum
In Südtirol boomt derzeit der Airbnb-Markt wie nie zuvor. Im August 2026 waren stolze 9.351 Inserate verfügbar – das sind fast 20 Prozent mehr als noch im August des Vorjahres. Damit liegt die Region deutlich über dem italienischen Durchschnitt, wo die Zahl der Inserate im gleichen Zeitraum nur um 7,2 Prozent anstieg. Dieser Trend sorgt nicht nur für Begeisterung, sondern auch für Besorgnis. Der Hotel- und Gastwirteverband (HGV) ruft nach strengeren Kontrollen und einem besseren Überblick über die touristische Nutzung von Wohnungen. HGV-Präsident Klaus Berger spricht sich klar für leistbaren Wohnraum aus, da dieser entscheidend für die Zukunft junger Menschen und Familien in Südtirol sei.
Die Daten zeigen, dass 4.026 der Inserate auf nur 74 Anbieterprofile entfallen – das macht rund 43 Prozent des gesamten Angebots aus. Dies deutet auf einen zunehmend professionell organisierten Markt hin. Ein weiteres interessantes Detail: 88,2 Prozent der Inserate betreffen ganze Wohnungen oder Unterkünfte, während 87,8 Prozent von Anbietern stammen, die mehrere Objekte verwalten. Über zwei Drittel der Angebote sind mehr als sechs Monate im Jahr verfügbar. Hier sieht der HGV eine direkte Konkurrenz zum klassischen Gastgewerbe, was zusätzlichen Druck auf den Wohnungsmarkt ausüben könnte.
Beliebte Gemeinden für Airbnb
Die meisten Inserate wurden in Meran (505), Bozen (340), Kastelruth (339), Abtei (279) und Brixen (261) erfasst. Zusammen haben Meran, Bozen, Brixen und Bruneck eine Kapazität von mehr als 4.600 Gästebetten. Für ganz Südtirol beträgt die rechnerische Kapazität sogar 38.231 Gästeplätze. Das ergibt, bei einer angenommenen Auslastung von 40 Prozent und einem durchschnittlichen Aufenthalt von vier Nächten, rund 1,33 Millionen Ankünfte und über 5,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr – das entspricht etwa 15 Prozent aller Gäste in der Region. Diese Zahlen beruhen allerdings auf Hochrechnungen und nicht auf tatsächlich gezählten Übernachtungen.
Die Wohnreform 2025 hat die Vorgaben für die private Vermietung verschärft, und 2026 wurden zusätzliche Qualifikationskriterien eingeführt. Im ersten Halbjahr 2026 hat die Agentur für Wohnbauaufsicht 758 Kontrollen durchgeführt und dabei 73 Strafen verhängt, vor allem bei gebundenen Wohnungen, die leer standen oder nicht korrekt genutzt wurden. Es bleibt also spannend, wie sich der Markt weiterentwickelt.
Das LaMonte Feuerstein als Beispiel für hervorragende Gastfreundschaft
Ein positives Beispiel für die Gastfreundschaft in Südtirol ist das LaMonte Feuerstein in Ladurns. Nur einen Katzensprung entfernt von der Talstation der Bergbahnen, bietet dieses Hotel nicht nur eine traumhafte Lage, sondern auch einen herausragenden Service. Die Rezeption und das gesamte Personal sind dafür bekannt, freundlich und zuvorkommend zu sein. Selbst ein Check-in kurz vor 21 Uhr verlief ohne Probleme! Das Apartment war großzügig geschnitten und bestens ausgestattet – von Spülmittel über Geschirrspültabs bis hin zu Kaffeetabs für ein kleines Frühstück war alles vorhanden.
Wer Entspannung sucht, wird im Spa-Bereich des Hotels fündig. Hier gibt es eine Bio-Sauna, eine finnische Sauna und ein Dampfbad. Für das leibliche Wohl sorgen prickelndes und stilles Mineralwasser sowie verschiedene Teesorten, die kostenlos zur Verfügung stehen. Die Sauberkeit im Spa und im gesamten Hotel wurde als ausgezeichnet beschrieben. Und die Tiefgarage? Ein echter Hit, besonders wenn der Schnee fällt! Es ist kein Wunder, dass das LaMonte Feuerstein uneingeschränkt empfohlen wird.
So zeigt sich, dass die Entwicklung im Airbnb-Sektor in Südtirol sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Die Stimmung ist gemischt – zwischen Vorfreude auf neue Möglichkeiten und der Sorge um die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und das traditionelle Gastgewerbe. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge weiter entfalten werden.
