KOF-Indikator zeigt besorgniserregende Aussichten für das Gastgewerbe im vierten Quartal 2026
Heute ist der 2.11.2026 und im Bereich des Gastgewerbes tut sich einiges. Man könnte fast sagen, die Branche steht an einem Scheideweg. Der Schweizer Beschäftigungsindikator des KOF-Instituts der ETH Zürich hat sich im vierten Quartal leicht auf 2,0 Punkte gesenkt – ein kleiner Rückgang, der jedoch im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt von 1,7 Punkten immer noch recht positiv wirkt. Die Unternehmen scheinen optimistisch zu sein, auch wenn sie sich auf stürmischere Gewässer vorbereiten müssen.
Was bedeutet das nun für unser geliebtes Gastgewerbe? Nun, eine Umfrage unter etwa 4500 Unternehmen zeigt, dass viele von ihnen ihren Personalbestand als zu niedrig empfinden. Die Stimmung wird von gemischten Prognosen geprägt. Während im Baugewerbe eine klare Mehrheit auf einen Stellenaufbau hofft, sieht es im Gastgewerbe und Detailhandel eher düster aus. Hier rechnen viele Betriebe mit einem Stellenabbau. Das ist, ehrlich gesagt, ein bisschen besorgniserregend, denn wo soll das alles hinführen?
Die Zahlen im Detail
Der KOF-Indikator ist mehr als nur eine Zahl – er ist ein Barometer für die Stimmung im Markt, das sich über neun Branchen erstreckt und etwa 85 % der Beschäftigung im privaten Sektor abdeckt. Man fragt Unternehmen, wie sie ihren aktuellen Personalbestand einschätzen und ob sie in den kommenden drei Monaten Veränderungen planen. Ein positiver Wert bedeutet, dass weniger Unternehmen einen Stellenabbau planen als einen Stellenaufbau. Ein negativer Wert? Naja, der signalisiert eine negative Beschäftigungsdynamik. Und wenn wir ehrlich sind, in den letzten Jahren gab es schon genug dieser negativen Vibes.
Das Baugewerbe profitiert, unter anderem, von Renovationen. Immobilienbesitzer wollen noch schnell vor etwaigen Änderungen bei den Steuervorteilen für den Eigenmietwert handeln. Die Nachfrage nach Bauleistungen bleibt hoch, was den Personalbedarf in diesem Bereich enorm steigen lässt. Aber was ist mit dem Gastgewerbe? Hier zeigt sich ein anderes Bild. Die Aussichten sind nicht rosig. Die Unternehmen im Gastgewerbe scheinen sich in einem ständigen Kampf zu befinden, um ihre Mitarbeiter zu halten, geschweige denn neue einzustellen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Einschätzungen der Unternehmen werden in der Regel als ziemlich zuverlässig angesehen, um die zukünftige Arbeitsmarktlage vorwegzunehmen. Man könnte fast sagen, das KOF-Barometer ist wie ein guter Wetterbericht – manchmal bewölkt, manchmal sonnig, aber immer mit einem Hauch von Unsicherheit. Und das ist auch nötig. Schließlich geben die Branchen unterschiedlich starke Signale aus: Während der Großhandel und das verarbeitende Gewerbe sich erholen, bleibt das Gastgewerbe in einer Art Warteschleife gefangen.
Die expansive Politik der Schweizerischen Nationalbank hat zwar einige positive Effekte auf den Immobilienmarkt, doch im Gastgewerbe bleibt die Frage: Wie lange kann man es sich leisten, auf einer schwankenden Plattform zu stehen? Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich all diese Faktoren entwickeln – für die Branche und die Menschen, die darin arbeiten.
